Die Zahl Zwölf im Webdesign

Fibonacci-, Prim- und andere Zahlen

Schönheit im Design wurzelt in Logik. Wer einen Zugang zur Mathematik gefunden hat weiß: Ihr Reiz liegt in der Faszination der Welten, welche sie im Kopf entstehen lässt. Auch der Laie hat in der Regel schon etwas vom „goldenen Schnitt“ gehört, den wir im Webdesign gerne und oft verwenden. Der goldene Schnitt und Varianten davon basiert auf den Fibonacci Zahlen.

Hier geht es um eine simple Möglichkeit, ein Webdesign mit Hilfe der Mathematik durchzuführen. Bei der Verwendung eines Rasters zur Raumaufteilung kommen ganze Zahlen und deren Zerlegung in Primzahlen ins Spiel. Eine vielfältig verwendbare Basis ist die Zahl 12, welche die Primzahlenzerlegung 2 * 2 * 3 hat. Ein Bild zeigt einige der sich daraus ergebenden Möglichkeiten:
Raster im Webdesign auf Basis der Zahl 12
Das sieht fast schon wie eine Website aus, vielleicht noch etwas zu regelmäßig wirkend. Mit den zwölf einzelnen Kacheln in einer Reihe kann der Bildschirm mal in drei, mal in sechs oder aber in vier oder zwei Abschnitte aufgeteilt werden. Oder aber – wie hier im Kopf und in den weißen Zwischenbereichen – es erfolgt keine Aufteilung.

Eine besondere „Reinform“ des Rasters erhält man mit einem Bildschirm von 1440 Pixel Breite. Das sind 12 * 120 Pixel, womit auch jede einzelne Kachel nochmals mit einem Zwölfer Raster gestaltet werden kann.

Ein Leser schieb zu dem Artikel, dass die skizzierte Aufteilung zwar aufgeräumt wirke, dass ihm aber noch ein gewisser Pep fehlt. In der Tat macht das hier gezeigte Grundgerüst noch kein fertiges Design aus. Doch hat man erst einmal eine Basis, dann kann man deren Regeln bewusst und gezielt an einzelnen Stellen verletzen um Spannung zu erzeugen.

Der anfangs erwähnte goldene Schnitt ist zum Beispiel eine Möglichkeit, die Symmetrie der ganzen Zahlen zu verlassen und harmonische Spannung ins Webdesign zu bringen. Davon ein anderes Mal mehr.

Wussten Sie schon?

Ein normalgroßer Smartphone Bildschirm ist 480 Pixel breit. Mit dem oben genannten 1440 Pixel Raster bekommen Sie also genau 3 Smartphone Bildschirme nebeneinander. Eine für Schreibtisch Bildschirme sehr verbreitete Einstellung ist ein Breite von 1920 Pixeln, das sind 4 Smartphones nebeneinander. Oder – bei Verwendung des 1440 Rasters – es entsteht links und rechts je ein Rand von einem halben Smartphone Breite.

Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel